In der anhaltenden Flüchtlingsdebatte legt die Partei Alternative für Deutschland (AfD) einer repräsentativen Umfrage zufolge in der Wählergunst zu. Erstmals seit ihrer Gründung im Februar 2013 erreicht die Partei im aktuellen INSA-Meinungstrend, die wöchentlich im Auftrag von bild.de und BILD erhoben wird, bundesweit 13 Prozent. Die AfD wäre somit drittstärkste Partei in Deutschland.

Nach Angaben der repräsentativen INSA-Sonntagsfrage kommen CDU/CSU unter den 2047 Befragten unverändert gegenüber der Vorwoche auf 32,5 Prozent. Die SPD verbessert sich um 0,5 Prozentpunkte auf 23 Prozent. Die Grünen erreichen 10 Prozent (plus 0,5 Prozentpunkt), während die LINKE einen Prozentpunkt verliert und auf 9 Prozent fällt. Ebenfalls einen leichten Rückgang in der Wählergunst (minus 0,5 Prozentpunkte) muss die FDP registrieren, sie kommt auf 6 Prozent. Die Sonstigen kommen unverändert auf 6,5 Prozent der Stimmen.

Sonntagsfrage KW 4/2016 (Quelle:Screenshot, bild.de)
Sonntagsfrage KW 4/2016 (Quelle:Screenshot, bild.de)

Damit hat die Union im vergangen Jahr (seit KW4/2015) nahezu 10 Prozentpunkte eingebüßt, während sich SPD (minus 1 Prozentpunkt), Grüne (unverändert) und die LINKE (plus 1 Prozentpunkt) in etwa auf Vorjahresniveau halten konnten. Die Gewinner der Umfragekrise der Union sind mit zusätzlichen 3 Prozentpunkten die FDP, sowie die AfD, welche im vergangenen Jahr ganze 7 Prozentpunkte zulegen konnte.

Sonntagsfrage KW 4/2015 (Quelle: Screenshot, bild.de)
Sonntagsfrage KW 4/2015 (Quelle: Screenshot, bild.de)

4 Prozentpunkte konnte die AfD alleine nach den verheerenden Massendelikten zum Jahreswechsel in Köln, Hamburg und vielen anderen Städten durch arabisch stämmige Täter hinzugewinnen. In der Bevölkerung wachsen die Zweifel hinsichtlich der „Merkelschen Willkommenskultur“. Laut dem ZDF-„Politbarometer“ ist erstmals eine klare Mehrheit von 60 Prozent der Ansicht, dass das Land die Zahl der Flüchtlinge nicht weiter verkraften kann. Im Dezember waren es nur 46 Prozent gewesen. Nur noch 37 Prozent halten momentan den Zuzug für verkraftbar, nachdem dies Ende 2015 noch 51 Prozent der Befragten angenommen hatten.

Inoffiziellen und anonymen, jedoch nicht repräsentativen Umfragen zufolge ist der Zugewinn für die AfD noch wesentlich stärker, als er von führenden Meinungsforschungsinstituten im Auftrag diverser Parteien und Leitmedien vermutet wird.

An einer Umfrage bei dem Internet-Anbieter „t-online“ vom 29.10.2015 waren über 175.000 Bürger beteiligt. Davon stimmten, trotz der zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhersehbarer Silvester-Übergriffe, über 106.000 für die AfD – entsprechend einem Stimmenanteil von 60,5 Prozent. Die Teilnehmer der Umfrage, für die das Internet vermutlich kein „Neuland“ ist, straften die Merkel-Partei mit lediglich 8,6 Prozent der Stimmanteile ab. Die SPD erreichte 8,2 Prozentpunkte, die FDP 7 Prozent, die LINKE 6,2 Prozent und die Grünen würden gemäß der Umfrage unter die Sperrklausel rutschen und mit 1,8 Prozent der Wählerstimmen aus dem Bundestag ausscheiden.

Umfrage zur Bundestagswahl - 29.10.2015 (Quelle: Screenshot, t-online.de)
Umfrage zur Bundestagswahl – 29.10.2015 (Quelle: Screenshot, t-online.de)

Eine Teletext-Umfrage des deutschen Nachrichtensenders n24 erbrachte ebenfalls erstaunliches Ergebnis. Bei der Sonntagsfrage „Welche Partei würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre?“ entschieden sich bis zum 8. Januar 2016 fast 28.000 Anrufer, also die klare absolute Mehrheit (74,7 Prozent) für die Alternative für Deutschland (AfD). Nur 7,1 Prozent der Teilnehmer riefen laut n24 für die SPD, 6,2 Prozent für die CDU/CSU, 6,8 Prozent für die Linkspartei, 2,8 Prozent für die Grünen und 2,4 Prozent für die FDP an. Mit 36.360 Teilnehmer bis zum 08.01.2016 17:51Uhr übertrifft die N24-Umfrage alle gängigen Umfrageinstitute hinsichtlich der Quantität der Befragten um Längen.

n24-Sonntagsfrage vom 08.01.2016 (Quelle: n24 Videotext)
n24-Sonntagsfrage vom 08.01.2016 (Quelle: n24 Videotext)

Das Erfolgsmodell der AfD scheint die Ablehnung der vermutlich rechtswidrigen Asyl- und Einwanderungspolitik der Bundesregierung, sowie die Ankündigung zur wirkungsvollen Ergänzung der parlamentarische Demokratie um die direkte Demokratie mit Volksentscheiden und Bürgerbegehren nach Schweizer Vorbild zu sein.

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Die Luft für die etablierten Regierungsparteien wird immer dünner. Entweder sie denken zeitnah um und orientieren sich an den Überzeugungen der Bürger oder sie regieren weiter gegen die Mehrheit an und riskieren ein Debakel im September 2017. Sie haben die Wahl.

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27. Januar 2016 19:29

Und ich hab‘ noch nicht mal mitgestimmt.

Tino Schwerdtner
31. Januar 2016 16:00

Mittlerweile traue ich unseren Polit-Eliten auch massiven Wahlbetrug zu. Wie groß die Angst in den Führungsetagen von CDU, SPD, Grünen, Linken etc. ist, kann man nur vermuten. Ich hoffe inständig, dass sich spätestens 2017 die politische Landschaft in unserem Land neu formiert hat. Der derzeitige Zustand ist nicht mehr haltbar.

27. Januar 2016 18:26

Offensichtlich wollen sie es ja so!

27. Januar 2016 18:27

bis 2017 kann noch ne menge passieren…..wer weiss ,was dann ist …

27. Januar 2016 18:34

Das Debakel wird kommen. ? und ? Raus mit den ALTEN SÄCKEN von cdu/spd/fdp/grünen. ????

27. Januar 2016 18:36

Die Wahrheit ist es, die ausschlaggebend ist für den Ausgang der Weltgeschichte.
Human Endocannabinoid System :-)

27. Januar 2016 19:08

ja 75 % ehr richtig !

27. Januar 2016 19:23

Ach kommt 75 % mag ja sein aber ist doch nicht repräsentativ.
Und selbst wenn es WIRKLICH 75 % währen wurden davon sehr viel wenn es um das Kreuzchen geht doch einknicken

27. Januar 2016 21:25

Im Internet fleißig klicken aber dann nicht zur Wahlkabine latschen, klasse !
So schreibt man Geschichte.

27. Januar 2016 22:54

Das möge Gott verhindern. Solch ein Wahlergebnis gab es in den 1930er Jahren – und wohin dieses „Regiertwerden“ von einer einzigen Partei ohne Opposition geführt hat, brauche ich hier nicht darzustellen.

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