Staatsschulden, Einkommensentwicklung und Sparmaßnahmen

Der Umverteilungsmechanismus “Zins”sorgt also dafür, dass ein kleiner Teil der Bevölkerung immer mehr hat, während einem großen Teil der Bevölkerung immer weniger zur Verfügung steht. Wer weniger hat, konsumiert auch weniger und das ist wiederum “Gift” für unsere Wirtschaft.

Der Abbau von Staatsschulden

Damit wieder alle von uns nach Herzenslust shoppen gehen können, steht der Abbau der der Staatsschulden ganz oben auf der Agenda der Politik. Wie will man aber nun die 2.200 Mrd. Euro Staatsschulden abbauen? (Quelle: Staatsschuldenuhr)

Ganz einfach: Auf allen politischen Ebenen werden radikale Sparmaßnahmen bewilligt – Bildung,  Rente, Arbeitslosigkeit, Gesundheitsvorsorge, öffentlicher Dienst, usw. – überall muss “der Gürtel enger geschnallt werden”. Überstunden, Einkommenskürzungen, Produktivitätssteigerungen, Befristung, Entlassungen, Leiharbeit, Praktika, 1-Euro-Jobs, Mini-Jobs, etc.

Alle sollen Verzicht üben, damit Wachstum und Arbeitsplätze sichergestellt werden können und die Staatsschulden reduziert werden können.

Entwicklung der Staatsschulden in Deutschland

Staatsschulden werden von der Politik gerne als Begründung für Sparmaßnahmen angeführt. Hinzu kommt eine negative Einkommensentwicklung.

Wie man in der Grafik gut erkennen kann, steigt die Staatsschulden nahezu exponentiell (siehe Josephspfennig). Es muss also immer mehr Geld bereitgestellt werden, damit die jährlichen Zinszahlungen an die Gläubiger-Banken erfolgen können. Nun sollte man also davon ausgehen, dass die Menschen immer mehr verdienen, damit sie die steigenden Zinszahlungen über ihre Steuern entrichten können.

Einkommensentwicklung der in Deutschland

Eine saubere Analyse der Einkommensentwicklung zeigt, dass die Real-Einkommen (inflationsbereinigt) rückläufig sind (siehe Abb.). Der bereits geschilderte Umverteilungsprozess von arm nach reich führt dazu, dass nur die “Oberen 10%” steigende Einkommen aus der Verzinsung ihres Vermögens verzeichnen können.

Staatsschulden werden von der Politik gerne als Begründung für Sparmaßnahmen angeführt. Hinzu kommt eine negative Einkommensentwicklung.

Es müssen immer mehr Steuern eingetrieben werden, um die Zinsen der exponentiell steigenden Staatsverschuldung zu bezahlen. Dem jedoch, steht bei immer mehr Menschen, ein immer geringeres Einkommen gegenüber.

Audio-Beitrag über Staatsschulden und Sparmaßnahmen (Volker Pispers – Kabarettist)


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