Die Wahlen zum 19. Bundestag finden zwar erst im Herbst 2017 statt, doch der Münchner Merkur fragte seine Leser bereits jetzt, im Februar 2016, welcher Partei Sie ihre Zweitstimme bei der nächste Bundestagswahl geben würden. Über 51.000 Leser beteiligten sich an der Online-Umfrage und lieferten ein überraschendes Ergebnis.

In momentanen Umfragen sackt die derzeitige Regierungskoalition, sowie die derzeitige Bundeskanzlerin Angela Merkel immer weiter ab. So waren laut einer kürzlich veröffentlichten ARD-Umfrage 81 Prozent der Budesbürger der Meinung, die Bundesregierung habe die „Flüchtlingssituation nicht im Griff“. Zudem werden Stimmen von Politikern, Politologen und Professoren laut, die fordern, Merkel müsse „durch ein Misstrauensvotum im Bundestag gestoppt werden“, Merkel lebe „in einer anderen Welt“ oder Merkel habe „tausendfaches Leid verursacht“.

Gemäß offizieller Umfragen legt die Partei Alternative für Deutschland (AfD) in der anhaltenden Flüchtlingsdebatte in der Wählergunst kräftig zu, während insbesondere die Union an Boden verliert. Erstmals seit ihrer Gründung im Jahr 2013 liegt die Partei im Februar 2016 bundesweit bei 13 Prozent. Die AfD wäre somit drittstärkste Partei im Land. Die große Koalition käme laut offizieller Umfrage keinesfalls mehr auf die derzeitigen Dreiviertel der Sitze im Bundestag, sondern nur noch knapp über die Hälfte.

Oftmals werden die großen Meinungsforschungsinstitute – Emnid, Forsa, Infratest und Co. –  für ihre Umfragen dahingehend kritisiert, dass die Finanzierung vorrangig durch etablierte Parteien und Medienkonzerne erfolgt. Gemäß der Volksweisheit „Wes‘ Brot ich ess, des‘ Lied ich sing“ könnte hierbei eine implizite Erwartungshaltung des Auftraggebers eine Rolle spielen.

Darüber hinaus werden bei den „offiziellen“ Umfragen häufig nicht mehr als 1000 Teilnehmer mit Hilfe klassischer Telefoninterviews über Festnetzanschlüsse befragt. Hierbei kann das Ergebnis bereits durch die Art und Weise der Kommunikation des Fragesteller mit dem Interviewten, bzw. durch die Psychologie der Nicht-Anonymität stark beeinflusst werden. In Zeiten des Internets und digitaler Medien können mit dieser Methodik wohl keine repräsentativen Ergebnisse mehr erzielt werden.

Ein anders Extrem in der Befragungsmethode sind reine Online-Umfragen. Dieser liefern häufig ein diametrales Ergebnis zu den Telefonumfragen der klassischen Meinungsforschungsinstitute. Hier werden häufig sehr hohe Quantitäten bezüglich der Befragten erreicht, jedoch werden automatisch jene Wahlberechtigten ausgeschlossen, die sich nicht für politische Sachverhalte Interessieren oder für die das Internet weiterhin „Neuland“ ist.

Die Online-Ausgebe des Münchner Merkurs stellte am 5. Februar 2016 seinen Lesern die Frage „Wen würden Sie wählen?“. Bisher nahmen über 51.500 Internetnutzer an der Umfrage teil. Das Ergebnis ist bemerkenswert:

 

Merkur-Umfrage: "Wen würden Sie wählen?" (Bild: Screenshot, merkur.de)
Merkur-Umfrage: „Wen würden Sie wählen?“ (Bild: Screenshot, merkur.de)
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Die Online-Ausgebe des Münchner Merkurs stellte am 5. Februar 2016 seinen Lesern die Frage "Wen würden Sie wählen?". Bisher nahmen über 51.500 Internetnutzer an der Umfrage teil. Das Ergebnis ist bemerkenswert.

39 Kommentare

  1. Denke wir ziehen mal 50% davon ab und verteilen es auf die anderen dann passts.
    Einerseits würde mich ein solches Ergebnis schon freuen, aber dann haben wir wieder nichts anderes als jetzt: Einer regiert und alle anderen haben nichts zu sagen.

    • Ihren Ansatz finde ich klasse nur der Schluß ihres Kommentars trifft so nicht zu. Einer mag zwar regieren , rixhtig, nur der Rest hat eigentlich die Macht in der Hand 6nd mit dem Rest meine ich uns
      , das Volk. Wir haben die Macht, nur leider ist die Mehrheit von uns gekauft oder verblödet und unterliegen dem Diktat des Geldes, schöne neue Welt….

    • 80% der AfD-Sympathisanten sagen doch genau das: Die Flüchtlinge sind (neben der Integrationsprobelmatik) zu teuer… das hat also nichts mit dem“Diktat des Geldes“ zu tun???

  2. Wahrscheinlich kann der durchschnittswähler einfach nicht auf dem Schirm behalten, dass Wohlstand keine Option ist , bei der das überleben eines jeden Individuums gesichert wird. Die erde ist rund und umgeben von heißer Luft. ;-)

    • In der Natur haben Wohlstand und Verschwendung auch ihren Platz. Temporär, verteilt auf Herbst und Frühling. ;-) und während wir uns im herbst Deutschlands Geschichte befinden, wähnt sich manch einer im zweiten Frühling. …

  3. Warum ist die „deutsche Mitte „nicht aufgeführt oder die Wahlmöglichkeit „nichtwähler“
    Das das ein fake ist glaub ich gar net mal. Die Seite erreicht wohl nur afd wahrscheinlich Wähler.

  4. Dieses private Statistikbüro lag bei den letzten Wahlen mit seinen Prognosen dichter am Ergebnis als die großen, bekannten Institute und setzt sich in seinem Blog mit den Methoden der Branche auseinander – denen der Statistik, und denen der Manipulation. Natürlich haben sie auch eine eigene, dramatische Prognose. Lesenswert.

    „Als Ergebnis dieser Operationalisierung können wir sagen, dass der Umfang und die Grundlage auf der eine Flucht von der CDU/CSU zur AfD sowie eine Mobilisierung von Nichtwählern durch die AfD stattfindet, eine Größenordnung erreicht hat, die wir in unserem mit: “Die letzten Tage des Berliner Parteiensystems” überschriebenen Beitrag sicher nicht übertrieben haben

    (…)

    Wundert sich eigentlich niemand darüber, dass unterschiedliche Meinungsumfragen, die natürliche alle auf repräsentativen Stichproben basieren, so unterschiedliche Ergebnisse erbringen? Vergleicht man z.B. die letzten Befragungen von Allensbach, Forsa und INSA, dann gibt es zwischen der letzten INSA-Umfrage und der von Forsa eine Abweichung von 8,5%, zwischen der INSA-Umfrage und der Allensbach-Umfrage eine Abweichung von 6,5% und zwischen der Forsa-Umfrage und der Allensbach-Umfrage eine Abweichung von 6%.
    Wie können diese großen Abweichungen zustande kommen, wenn doch alle Stichproben für die deutsche Wahlbevölkerung repräsentativ sein sollen? Würde man von drei Stichproben, die alle repräsentativ für die Wahlbevölkerung sind, nicht erwarten, dass sie zu denselben Ergebnissen kommen? Würde man, um in der Sprache der empirischen Sozialforschung zu bleiben, nicht eine Reliabilität der Ergebnisse erwarten, d.h. eine Wiederholbarkeit, in einer anderen Stichprobe?“

    http://sciencefiles.org/2016/02/17/sonntagsfragen-wirklichkeit-afd-im-aufwaertstrend-cdu-wird-durchgereicht/

  5. was erwarten die etablierten „parteien“ denn sonst: treue dem schwachsinn, dem verrat und der zersetzung aller werte bis in den tod? AFD AFD AFD….denn es ist längst überfällig, neue wege zu beschreiten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  6. Es gibr zu viele Institutionen und Personen, die von den etablierten Parteien profitieren, sodass sich das Anwachsen der AfD in Grenzen halten wird. Michael Kiesen, Autor u.a. Roman „Halbmond über Berlin“

  7. Ist doch totaler Humbug! Die AFD liegt wieder hinter Linke und Grünen – ist einstellig und geht weiter nach unten. Ich hoffe ja, dass sie bei den Bundestagswahlen unter die 3-Prozent-Hürde fällt – und so unrealistisch ist das gar nicht, wenn die Flüchtlingsdebatte erstmal abflacht und der Zuzug etc. auch geregelt wird und abflaut. Und das wird ja auch garantiert passieren.

    • Wir finden es sehr bewundernswert, wenn es noch Menschen gibt, die die etablierten Parteien, trotz ihrer neoliberalen Politik in den letzten Jahrzehnten nicht in Frage stellen und am „Wir schaffen das“ nicht zweifeln. Die Richtigkeit ihrer Aussage lässt sich übrigens auf http://www.wahlrecht.de/umfragen/ überprüfen. (P.S. Die Auftraggeber und Finanziers dieser offiziellen Umfragen sind übrigens hauptsächlich etablierte Parteien und große Medienkonzerne.)

    • Ein-Themen-Parteien leben nur kurz – das ist erwiesen. An alle die AFD wählen wollen: Was passiert den mit den 100.000 anderen Themen, die für den Fortbestand Deutschlands lebensnotwendig sind? Wer einen einigermaßen IQ besitzt, sollte mal über den Tellerrand hinausdenken.

    • Träum weiter. Absolut lächerlich. Bisher kostet uns diese Sch…. 32 Milliarden Euro. Ist da auch Ihr Steuergeld dabei? Oder zahlen Sie keine Steuern?

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