Aufgabe der Medien wäre eigentlich eine unabhängige Kontrolle der Politik, die Recherche und Veröffentlichung von Informationen, die Bürger in die Lage versetzen, Politik zu beurteilen, das Erläutern von Zusammenhängen, die sich nicht auf den ersten Blick erschließen und das Einfordern von Rechtfertigungen und Erklärungen bei politisch Verantwortlichen für ihr Handeln oder gegebenenfalls für unterlassenes Handeln.

Der Abgleich dieser theoretischen Erwartungen an die Medien mit der Realität, dürfte bei den meisten Beobachtern bestenfalls ein gequältes Lachen hervorrufen. Was ARD, ZDF und DLF servieren ist Staatspropaganda und Hofberichterstattung, wie sie serviler und unkritischer kaum sein könnte ohne sich vollends lächerlich zu machen.

Besonders deutlich wird dieses systematische Anbiedern, wenn man einen Blick auf die ausdrücklich als Kommentare gekennzeichneten Beiträge der Staatsjournalisten zu aktuellen Themen wirft. “Ausdrücklich als Kommentare gekennzeichnet” verweist darauf, dass die gesamte Berichterstattung per se bereits mit mehr oder weniger verborgenen Kommentaren und staatstragendem Grundtenor durchzogen ist.

Diese mehr oder weniger verborgene Positionierung an der Seite der Herrschaft wird über abfällige oder anerkennende Stimmmodulation, wertendes Vokabular, wertende Bilder und Grafiken oder auch ganz grundsätzlich bereits durch die Nachrichtenauswahl vermittelt. Eine eindeutige politische Botschaft wird bereits dadurch rübergebracht, dass man – je nach politischer Opportunität – in der Auslandsberichterstattung nur und unhinterfragt Oppositionelle oder nur und unhinterfragt regierungsnahe Meinungen zu Wort kommen lässt.

Die mit Zwangsgebühren finanzierten öffentlich-rechtlichen Staatssender nutzen all diese Propagandamethoden – und einiges mehr. Wie sehr die Sender auf Linie sind und sich als Verkünder und Rechtfertiger des Kanzler- oder Präsidialamtes verstehen, zeigen sie besonders deutlich in den ausdrücklich als “Kommentar” gekennzeichneten Beiträgen, die den Eindruck erwecken sollen, der Rest der “Nachrichtensendungen” sei eben kein Kommentar, sondern objektive und ausgewogene “Information”.

Zur Verdeutlichung werden hier die letzten Kommentare der “tagesthemen” präsentiert, wie sie sich in der Datenbank der ARD-Mediathek durch eine entsprechende chronologische Suche finden lassen. Aktueller Höhepunkt der Hofberichtkommentierung ist der gestrige Beitrag von BR-Mann Oliver Mayer-Rüth, der die berechtigten griechischen Forderungen nach Reparationen und Rückzahlung des Nazi-Zwangskredites empört zurück weist.“Erpressungsversuch” keift der ergebene Staatsjournalist, der nie im Leben auf die Idee käme, die Knebelung des griechischen Volkes durch EU und Troika auch nur ansatzweise als Erpressung zu betrachten. Seine “Empfehlung” an die deutsche Regierung: “weiter mit den Griechen reden, vielleicht findet man irgendwann mal einen klugen Kompromiss”.

ARD_tagesthemen_Kommentar_Mayer-Rüth

Es folgen in chronologischer Reihenfolge die letzten 12 “Kommentare” in den ARD “tagesthemen”. Wer in den entscheidenden wirtschaftlichen, außen- und sicherheitspolitischen Themen substanzielle Kritik, unbequeme Fragen an die Regierung oder auch nur einen abweichlerischen Gedanken entdeckt, der darf diesen gerne als Kommentar posten – wir werden ihn hier für die nachgeborenen Generationen einrahmen. Kritik ist allenfalls dann erlaubt, wenn es sich um schmerzfreie Themen wie “Frauen und Gedöns” handelt, wie es Gerhard Schröder einmal auszudrücken pflegte. Dann darf sich auch mal ein im Grunde reaktionärer Propagandist wie Reinald Becker als Frauenversteher und Dissident gerieren.

Abseits von Frauen und Gedöns wird Merkel im Konflikt in der Ukraine durchgängig als Friedensengel verbrämt, dabei wäre der Krieg Poroschenkos ohne ihre Unterstützung völlig unmöglich. Putin ist böse, Russland ein autokratischer Staat, die Griechen sind frech und geldgierig, die AfD eine kaputte Truppe für Wutbürger und Juden in Deutschland werden von bösen Muslimen verfolgt. Hier das Panoptikum erbärmlicher Maulhuren:

Rainald Becker, ARD Berlin, zum Beschluss der Frauenquote
Rainald Becker, Beschluss der Frauenquote
Kommentar: Schapira
Esther Schapira, Juden in Deutschland

Marcus Bornheim, Schuldenstreit mit Griechenland

Sigmund Gottlieb, BR, zur griechischen Reformliste
Sigmund Gottlieb, griechischen Reformliste
Sonia Seymour Mikich, WDR, zum Mord an Boris Nemzow
Sonia Seymour Mord an Boris Nemzow
Alois Theisen, HR, zum Verhalten Russlands in der Ukraine-Krise
Alois Theisen, Verhalten Russlands
Georg Restle, Waffenruhe in der Ukraine
Georg Restle, Waffenruhe in der Ukraine
Sabine Rau, Putin, Merkel und Hollande
Sabine Rau, Putin, Merkel und Hollande
Ulrich Deppendorf, Hilfspaket für Griechenland
Ulrich Deppendorf, Hilfspaket für Griechenland
Rolf-Dieter Krause, Schuldenstreit mit Griechenland
Rolf-Dieter Krause, Schuldenstreit mit Griechenland
Andreas Neumann, AfD-Parteitag
Andreas Neumann, AfD-Parteitag
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Kommentare

1 Kommentar

  1. Warum die Hamas sich wehrt.
    Ich werde es versuchen: Hast Du schon mal was von Verzweiflung gehört?, Was sollte die Hamas denn Deiner Meinung nach tun, wem sollten die denn anrufen? Alle haben den Juden erlaubt in Palästina zu siedeln, der Anspruch des NEIN wurde überhört, Palästina war keine Militärmacht. Der Hardliner unter den Juden sagt von sich, den reinsten und mächtigsten Glauben zu haben und damit den Anspruch auf Palästina, vor 2000 Jahren soll es sowieso jüdischer Besitz gewesen sein, was irgendwelche Knochen beweisen. Die Karte, wo dargestellt wird was Israel den Palästinensern noch an Lebensraum lassen, ist Dir bekannt, fasst nichts. Der ständige Terror, Tag für Tag wirst Du erniedrigt, eingekreist, die Palästinenser müssen ständig mit Kontrollen rechnen, Hausdurchsuchungen, Verhaftungen, Folter, Morde und dann müssen die Palästinenser noch durch die Mauer, um für die Juden zu arbeiten, denn die Juden haben alles boykottiert, ALLES. Wenn die Welt seit Jahren zuschaut wie ein Volk systematisch ausgerottet wird, wie sollen die Palästinenser auf sich aufmerksam machen?? Keine UNO, keine UN, keine NATO, kein Brüssel (eben mal ein kleines Veto von Schulz), kein Deutschland……, die stehen und schießen mit veralteten Raketchen und werden von eine Übermacht, hochgerüstet von allen die mal Mitleid mit dem jüdischen Volk hatten, die es geschafft haben, den Versuch ihrer erneuten Vernichtung zu negieren und nun selber einen Holocaust bewirken. Völkermord ist Völkermord, keiner hat das Recht aus Glaubensfragen Gebietsansprüche zu stellen, wenn Gott die Welt geschaffen hat, hat er sich scheinbar in seinem Übermut viele Namen gegeben, aber nur einen Menschen geschaffen, der diese Welt besiedeln soll. Das Gott gesagt haben soll, macht euch die Welt und die Tiere untertan ist ein Interpretationsfehler, denn Gott der Allmächtige hätte nie die Verantwortung an ein Geschöpf gegeben, wenn er seinen Sohn zum Messias macht. Göttlich sein heißt vollkommen zu sein, etwas zu beherrschen heißt Diktatur und Feinde zu haben, wenn doch Gott sagt, ihr sollt euch alle lieben. Wenn der Mensch sich seinen Gott schafft wie er ihn braucht, so ist Gott eine Knetfigur und wir Menschen die Götter, die den Holocaust pflegen, um zu spielen. Jeder ist sein Gott, schaffe er sich sein Paradies, ohne Mauern, ohne Anspruch, mit dem Sinn zur Zufriedenheit, Liebe zur Kreatur und dem Nächsten.

    „Die Juden haben den Holocaust überlebt und die Geschäftsidee von Mitleid und Wiedergutmachung geschickt gegen Palästina ausgenutzt. Aus dem wiederholten Versuch die Juden zu vernichten, haben die Juden gelernt wie man ein Volk vernichten kann, indem man sie einsperrt, aushungert, der Arbeit beraubt und tötet. Man sagt, „Ein gebranntes Kind scheut das Feuer“, ich sage, die Juden haben im Feuer gelernt mit Streichhölzern umzugehen.“

    Volksdichter
    Frank Poschau

    Judenlied mit Goldtränen

    Fleiß, Glaube, Beharrlichkeit,
    Tausch, Handel geschickt,
    Verdacht, Macht, zu aller Zeit,
    mit der Obrigkeit in Konflikt.

    Hitlers großer Aderlass,
    Nationen beteiligt, Verbrechen,
    all Schuld mit deutschem Pass,
    Schuld, Bann, rächen.

    Tränen nun vergoldet sind,
    die Toten nie vergessen,
    geboren, 39, 59, 89 mein Kind,
    Zentralrat von Sühne besessen.

    Schmierereien, Stein der fällt,
    jede gewagte Kritik,
    ein Jude sich ins Licht stellt,
    all Deutsch, Antisemit.

    Volk zu Volk, schon vertragen,
    Tote brauchen Waffen und Geld,
    Obrigkeit hat das Sagen,
    mit Mauern den Frieden verstellt.

    Meine Tränen den Gepeinigten,
    mein Hass den Tätern auf der Welt,
    solltet Ihr uns nicht steinigen,
    weil es Eurer Obrigkeit gefällt.

    Volksdichter
    Frank Poschau

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