Der aktuelle Spiegel nimmt sich der „verstörten Nation“ an. Untertitel: „Verliert Deutschland seine Mitte?“ Der SPIEGEL meint mit Mitte natürlich nicht den deutschen Mittelstand oder die tatsächliche gesellschaftliche Mitte. Soziale Gerechtigkeit interessiert des „Spiegel“ schon seit langem nicht mehr. Gemeint ist die politische Mitte – die Gemeinde der Mutti-Merkel- und Gabriel-Fans. Um deren Schmelze ängstigt sich Deutschlands Konformisten-Flaggschiff.

Die Sorge des Spiegels könnte begründet sein. Wenn sich nämlich eine Regierung gegenüber dem Volk entfremdet, es verunsichert, es übergeht, dann radikalisert sich auch letzteres – ein jeder in die Richtung, der er zuvor nur lauwarm-„mittig“ anhing. Irgendwann merken die Radikalisierten, dass sie einen gemeinsamen Feind haben und bilden eine „Querfront“. So geschehen in Griechenland. Das Volk von der EU-diktierten Regierung ins ökonomische Chaos entlassen, wählte eine links-rechts Koalition.

Solch Einsicht kann sich der Spiegel – der noch im letzten Sommer das Leiden der Griechen verspottet hat – freilich nicht leisten. Dann müsste er nämlich eingestehen, dass der Verlust der Mitte aus Muttis Politik der Verunsicherung resultiert: Anti-Russland-Politik, Ignoranz gegenüber TTIP-Vorbehalten, bedingungslose Grenzöffnung, Terrorförderung durch Syrien-Krieg, usw.

Der Spiegel weiß durchaus vom „Misstrauen gegenüber den Eliten“. Aber als Propagandablatt kann er den Argumenten der Skeptiker nicht nachgehen. Stattdessen bezeichnet er sie abwertend als „Verängstigte“, „Verschwörungstheoretiker“ oder warnt mit – richtig geraten – NS-Vergleichen. Er muss Schuldige benennen und wenn man diese nicht in der Regierung oder dem militärisch-iIndustriellen Komplex suchen darf, so zeigt man lieber mit dem Finger auf die bösen Regierungs-Kritiker, die gutmütige Wahl-Schafe gegen Mutti aufhetzen könnten und das etablierte Macht- und Vermögensungleichgewicht in Gefahr bringen könnten.

Um ein Quer(frontiges)-Treiben der alternativen Medien zu entlarven, führt das (ehemals) investigative Magazin die Studie von Wolfgang Storz an. Sie erinnern sich, jenes wissenschaftlich verunglückte Konstrukt, dass politischen Gruppen, die sich untereinander mit dem Allerwertesten nicht ansehen, eine Querfront-Verbindung unterstellte.

Die Studie wurde kurz nach ihrem Erscheinen im Frühjahr als unwissenschaftlich kritisiert und von dem Herausgeber, der Otto Brenner-Stiftung der IG-Metall, kleinlaut zurückgezogen. Für den Spiegel aber scheint es weiterhin eine glaubwürdige Quelle zu sein. Nun gut.

Die von Storz behauptete „Querfront“ wird sofort mit dem jungkonservativen Artur Moeller van den Bruck assoziiert. Erstaunlich, weil dessen Werk wenig sozialistisches, also linkes Gedankengut enthält. Jene, die den Querfront-Begriff wirklich ausfüllten, sprich Nationalbolschewisten, Lenin und die deutsche Heeresleitung oder – in neuerer Zeit – Rudi Dutschke, sie alle finden keine Erwähnung. Nein, Querfrontler, so suggeriert der Spiegel, sind verkappte Rechte.

Dann braucht nur noch einen Appell an alle Regierungs-Oppositionsgruppen zu zitieren, und fertig ist der braune Buhmann:

Antifa, Pegida, Mahnwache, Linke, Rechte, marschiert zusammen. Ihr braucht euch nicht zu lieben, ihr habt jetzt nur eine Bürgerpflicht: denen da oben eine Grenze aufzuzeigen.

Wen das noch nicht überzeugt, dem wird mit der Behauptung nachgeholfen, dass in Elsässers COMPACT-Magazin „Monat für Monat gegen Flüchtlinge gehetzt wird“. Hätte der Spiegel-Autor das COMPACT-Magazin tatsächlich gelesen, wäre ihm aufgefallen: Darin wird nicht gegen Flüchtlinge gehetzt, sondern gegen verfehlte Flüchtlingspolitik der Regierung. Gegen ihre Ignoranz bezüglich aller daraus folgenden Probleme. Aber für den regressiven Spiegel ist Muttis Politik unantastbar. Schon TTIP-Gegner wurden darin als böse Rechte gebrandmarkt.

QuelleCompact
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Kommentare

17 Kommentare

  1. Das verstörende ist offensichtlicher der Rückgang der Verkaufszahlen der Pseudopresse, für die selbige. Und es mag auch verstörend sein, dass der „Standartpresse“ das Volk oberhalb des IQ eines Bildzeitungsleser keiner mehr glaubt.

  2. Das Problem sind die extrem verstörten Mitarbeiter des Spiegel und ihres gestörten Chefredakteurs. Aber wer diese Magazin liest ist selber Schuld. Wer den Spiegel abonniert, unterstützt freiwillig die weitere Verdummung der Menschen. :P

  3. Es ist keine verstörte Nation, viele Deutschen haben einfach erkannt, dass uns Amerika
    seit den Kriegen unterjocht, für angebliche Taten welche bei dieser Nation schon immer Programm sind. Diese Land unterhält mehr ausländische Militärbasen als alle Länder dieser Erde zusammen und nur aus dem Grunde, die Völkergemeinschaft zu unterjochen.
    Bodenschätze und alles mehr mit Gewalt und Krieg zu bezahlen.
    Schöne Freunde, danke Du Freiheitsverkünder !

  4. Mental gestörte „Presstitutierte“ (Prostituierte der USA und ihrer Merkel-, Hollande und Cameron-Vasallen) reden über vermeintlich Verstörte.

    Einzig verstörend, wie weitgehend und systematisch es inzwischen vor sich geht.

    Betörend, dass es immer mehr und teils ganz von alleine merken.

    Denn Lügen stinken nun einmal. Und das „Klebrige“ an ihnen „verpappt“ den Geist. Da tut sich keiner einen Gefallen damit! Am allerwenigsten die Lügner und Opportunisten sich selbst.

  5. Wir sind die verstörte Nation oder „Pack“, „Nazis“, „Neurechte“, „Wutbürger“, „Besorgte Bürger“, „Mischpocke“, „Putinversteher“, „Trolle“, „Gutmenschen“, „Rechte“…

  6. Na das gibt noch ein böses erwachen, wenn die Presse in 3-4 Jahren erstmal mitkriegt, dass man ihnen ihre Lügen nicht mehr ab kauft. Die Alten „sterben“ aus, und deren Nachkommen kann Internet !
    Schon komisch, was man unter Pressefreiheit versteht. Lügen, Lügen, Lügen und wenn es gut kommt auch mal Halbwahrheiten oder nur aus dem Zusammenhang gerissene Bilder und Kommentare.

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